idiolatrie Administrator
Anmeldungsdatum: 24.10.2006 Beiträge: 29
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Verfasst am: 26.10.2006, 16:27 Titel: 18.10.06 |
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Entdecker wie Al-Hamdani (10. Jhd / Jemen) berichteten schon früh und detailiert über fremde Völker.
Herausbildung des Faches in Europa:
Koloniale Expansion
Aufklärung
Die Kirche hatte das Vorrecht zu entscheiden was Wissen und was Glaube sei. Die Aufklärung (die auch in den muslimischen Ländern stattfand aber nicht so extrem) brachte der Wissenschaft das Recht auf Erfassung von verifizierbarem Wissen. Es wird klar zwischen Glaube und wissen unterschieden.
Schlözer (1970 / Göttingen) Erdkunde -> Geographie :: Völkerkunde -> Ethnographie
Graphie wird als zu deskriptiv angesehen.
Herder bildet deshalb den Begriff Anthropologie
Pioniere des Faches
Tylor (GB)
Frazer (GB)
Morgan (USA)
Tylor und Frazer bevorigten mythologisch, spirituelle Aspekte der Kulturen
Morgan wirtschaftlich, politische
Tylor: 1.Lehrstuhl in Oxford
Frazer: "The Golden Bough" Der goldene Zweig
Großes Thema: Entwicklung der Menschheit
Frazer und Tylor: Glaubten an eine unilineare und stark evolutionistische Menschheitsgeschichte. Von den einfachen Jägern und Sammlern zur Europäischen Kultur. Vom Animismus zur Monotheistischen Schriftreligion.
Ethnozentrisch!
Ihre Konzept war scheiße, aber eine der von ihnen gebildeten Begriffe haben heute noch Bestand.
Morgan: Aufteilung in mehrere wege der Entwicklung. Völker können sich demnach auf verschiedenen Bahnen bewegen: Jäger und Sammler (Sammeln war wichtiger als Jagen), Bodenbauern, Staatskulturen usw.
Nomadismus ist eine spezielle Form des Bodenbaus, keine Vorstufe!
Einzelne Begriffe scheiße, Gesamtkonzept erträglich. |
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